Wicklow Mountains 2011

Wir sind effektiv 9 Tage gewandert und haben dabei knapp 100 km Strecke bei einigen Hundert Höhenmetern zurück gelegt. Das Gewicht des Rucksacks war nur in den ersten 2 Tagen ein Problem, danach hatten sich unsere Körper an die Last gewöhnt und wir konnte ohne ernsthafte Probleme laufen. Unsere längste Tagestour war etwa 18 km lang, wobei wir an dem Tag auch komplett volle Rucksäcke hatten und ca. 400 m hoch und wieder hinunter sind.

Bei der Tour haben sich sowohl die Stärken als auch die Schwächen unserer Ausrüstung gezeigt. So bewiesen sich die Trekkingstöcker als Gold wert, wenn es darum ging die Beine bergauf zu entlasten oder bergab sicheren Halt im Gelände zu finden. Ohne wasserdichte Stiefel wäre ich sicherlich auch tausend Tode gestorben. Jedoch helfen die Stiefel augenscheinlich nur gegen Wasser von unten, ich muss meine Regenbekleidung dringend überarbeiten. Glücklicherweise hatten wir nur 2,5 Regentage und konnten zwischendurch alles wieder trocknen. Um dabei die Stimmung zu heben war eine gute Küche nicht weg zu denken, noch etwas was also ziemlich gut funktioniert hat.

Neben der Ausrüstung waren wir dann noch über 3 weitere Umstände sehr überrascht:

  • Midges!!! Kleine Fliegen (von der Größe wie unsere Gärfliegen) die Blut saugen, extrem nervig sind und die man schwerer wieder los wird als unsere Mücken. Ich war überhaupt nicht auf diese Viecher ein gestellt und sie haben uns ein paar Abende und Morgen zur Hölle gemacht.
  • Wenn man den Tag gelaufen ist will man meist nur noch aus spannen oder in den Schlafsack – Fotografieren zu gehen hat oft sehr viel Überwindung gekostet. Gerade wenn es geregnet hat oder kalt war ging die Motivation in den Keller. Also die oberste Devise um die Fotoausbeute zu steigern: satt, warm und trocken!!!
  • Im Endeffekt haben wir, trotz knapp 6 kg „Extra-Foto-Last“ jeden Tag überraschend viel Strecke geschafft. Und ohne zu Fotografieren (wir waren teilweise Nur 4 Stunden täglich unterwegs) hätten wir in der Zeit von der Kondition auch noch sehr viel mehr Weg schaffen können. Aber unser Ziel war ja an landschaftlich interessanten Orten zu zelten. Außerdem waren wir dann nicht zu geplättet, um überhaupt noch die Kamera zu zücken.

Meine Packliste:

  • Normale Kamera, Infrarotkamera (=Backup), 10-20 mm Weitwinkelobjektiv, 40 mm Standartobjektiv, 100 mm Makroobjektiv, 1,5x Telekonverter, 2 Polfilter, 56 GB SD- Karten (reicht für etwa 2500 Bilder), 6 Akkus, Stativ mit Kugelkopf, Nodalpunktadapter, Kabelauslöser
  • Schlafsack, Isomatte, Zeltunterlage, Trekkingstöcker, 70 + 10 l Rucksack
  • Wanderstiefel, Flip- Flops (Flussquerungen), Zip- Hose, Trekkinghose, T-Shirt, Hemd, Funktions- Unterhose, 4 Paar Socken, 3 Schlüpper, Jacke, Poncho, Fleecepulli, Handschuhe, Mütze
  • Kamm, Zahnpasta, Bürste, Handtuch
  • Spirituskocher- Set, Teller, Schüssel, Löffel, Messer, Tasse, Handtuch, Schwamm, Messbecher
  • Karten, Kompass, GPS, 4 Satz R6- Batterien
  • 2 l Trinksystem, 1,5 l PET- Flasche
  • 1 kg Mehl, 500 g Eipulver, Zucker, diverse Gewürze (-mischungen)
  • Kartoffelpüree- Pulver, Röstzwiebeln, 150 ml Pflanzenöl
  • 500 g Nudeln, Tomatensauce (Tüte), Pudding (Tüte), Milchreis (Tüte), Rote Grütze (Tüte), 3 x Backpulver
  • 1,5 kg Müsli, 1 kg Studentenfutter, 1 kg Nussmischung, 100 g Butterkeks, ca. 500 g Schokolade + Schokoriegel
  • Pflaster, Binden, Wundkompressen, Paracetamol, Muskat (bei Durchfall)
  • Schaufel für den Toilettengang

Und wer sich wundert: Jens hatte das Zelt, Klopapier, 2 Couscous- Fertiggerichte sowie Nudeln und Pesto mit.

Der Großteil der Bilder ist übrigens unter galerie-landschaft-unterwegs-irland unter gekommen.

Die Bilder und den Bericht von Jens gibt es auf den ODS zu lesen.

Vorher:

Nachher:

Creative Commons Lizenzvertrag Impressum