Richtig Skalieren

Ziel ist der Skalierung für das Web ist vor allem eine sehr gute Schärfe im fertigen Bild zu erhalten. Das wichtigste beim skalieren ist es nicht in einem Rutsch zu machen, sondern stufenweise vom Original zu Webauflösung zu skalieren. Dabei sollte zum einen die Interpolation möglichst gut sein und zum anderen ein zusätzlicher Schritt zuum Nachschärfen eingeführt werden.

Eine Möglichkeit ist es, jedes Bild in GIMP einzeln auf 999 Pixel Kantenlänge (bzw. 500 px Höhe bei Panos) zu skalieren. Dabei skaliert ihr das Bild auf ca. das 1,66- Fache der gewünschten Endgröße (fragt mich nicht wie der Wert zustande kommt, aber er funktioniert für mich sehr gut). Ich verwende dazu den rechenaufwändigen, aber qualitativ sehr guten Lanczos- Algorhytmus zum Skalieren. Nun wird das Bild überschärft mit dem Werkzeug Unscharf Maskieren. Radius 2, Intensität 0,9 und Schwellwert 10 habe ich als universell gute Werte für mich entdeckt. Hier könnt ihr vielleicht etwas rumspielen und verbessern, wie es euch beliebt. Das Bild sieht jetzt ziemlich überschärft aus, was aber nichts macht. Nun skaliert ihr im letzten Schitt auf die finale Größe und voilá! Viele Details und gute schärfe im Resultat, jetzt nur noch exportieren und gut.
Hier das finale Resultat im Vergleich zum einfachen, in einem Schritt herunter skalierten Variante (mit Maus überfahren):

Nun ist es verdammt lästig alles per Hand zu machen, zumal ich die meisten Bilder gar nicht erst unbedingt in GIMP öffne sondern lediglich aus darktable exportiere. Die Lösung heißt ImagMagick, ein Komondozeilen- Programm zur Bildbearbeitung. Ich habe ein kleines Shellskript konstruiert welches im Batchverfahren alle Bilder nacheinander entsprechend dem oben geschilderten Algorhytmus skaliert und speichert. Ich weiß, dass ein JPG als Dateiformat zum Zwischenspeichern theoretisch nicht geeignet ist, weil das Speichern verlustbehaftet ist (ich habe dazu jeweils immer mit 100 % Qualität gesichert um Artefakte zu vermeiden). Da Versuche mit TIFF und PNG aber keine sichtbaren Vorteile brachten und das Skript nur unnötig verkomplizierten, die Recheleistung erhöhten und die EXIF Daten verloren gingen, habe ich mich für das JPG entschieden.

Ich will euch die Skripte nicht verheimlichen, hier könnt ihr die Varianten für normale Bilder und für Panorama- Aufnahmen herunterladen:

Noch ein paar Gedanken zu den Skripten:

  • Auf eigene Gefahr ;-)
  • Es muss ImageMagick in einer POSIX- Umgebung instaliert sein (also auf Linux, BSD oder MAC), ohne funktioniert es nicht!
  • Die Skript- Datei muss ausführbar gemacht werden und lässt sich dann mit einem Doppelcklick starten.
  • Alle Bilder in dem Ordner werden überschrieben! Unbedingt mit Kopien arbeiten, sonnst werden eure Originale Verkleinert!
  • Die Dateiendung muss "jpg" sein, "JPG"" funktioneirt auf manchen Dateisystemen nicht! Skript eventuell anpassen.
  • Kleiner Nachteil: Oft wird auch ein vorhandenes Rauschen mit verstärkt und wirkt nachher störend.
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